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Qualifizierte Fachkräfte gewinnen oder vorhandene Potenziale im Unternehmen besser nutzen? Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse durch eine sogenannte Anpassungsqualifizierung ist dafür ein wirkungsvoller Hebel.
 

Zwei Wege, ein Ziel: Fachkräfte gewinnen

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, wie Fachkräfte mit ausländischem Berufsabschluss in Deutschland in den Arbeitsmarkt integriert werden können:
 

1. Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland
Die gezielte Rekrutierung aus dem Ausland ermöglicht einen lückenlosen Prozess - von der Auswahl über die Einreise bis hin zur Anerkennung des Berufsabschlusses.

Das C1TT unterstützt Unternehmen dabei mit passgenauer Anpassungsqualifizierung, so dass Beschäftigte in den Betriebsalltag integriert und als Fachkräfte in Deutschland tätig werden können.

Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt ein gemeinschaftliches Erfolgsprojekt des Wohnungsunternehmens Vonovia, dem C1TT und der IHK Hannover. Nähere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

2. Anerkennung vorhandener Abschlüsse von Personen in Deutschland
Viele Menschen mit ausländischem Berufsabschluss leben bereits seit einiger Zeit in Deutschland, ohne jedoch ihren ausländischen Berufsabschluss anerkennen zu lassen und entsprechend als Fachkraft tätig werden zu können. Über eine Anpassungsqualifizierung können diese Defizite ausgeglichen werden und eine Anerkennung erfolgen. Für Unternehmen bietet dies eine Möglichkeit der Rekrutierung von Fachkräften. Auch in diesem Fall begleiten wir mit individuell zugeschnittenen Qualifizierungsmaßnahmen.
 

Das C1TT übernimmt die Aufgabe der Nachqualifizierung zur Berufsanerkennung

Wir verfügen über umfangreiche Expertise im Bereich der Elektroberufe und haben bereits in zwei elektrotechnischen Ausbildungsberufen erfolgreich Anpassungsqualifizierungen umgesetzt. 

In Deutschland gibt es mehr als 20 unterschiedliche Elektroberufe. Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass der Prozess der Anerkennung oft nicht an fehlenden Interesse scheitert, sondern an einem übergeordneten Projekt zur Begleitung des Antragungsprozesses sowie zur Entwicklung eines konkreten Angebots. 

Durch die Definition eines Zielberufs konnten sich Interessierte gezielt für diese Anerkennung entscheiden und innerhalb des Projekts durch den Antragungsprozess begleitet werden. 

Für Fachkräfte mit einem ausländischen Berufsabschluss liegt die größte Herausforderung meist nicht im fachlichen Können, sondern in den nationalen Besonderheiten.

In Deutschland sind insbesondere Kenntnisse zu geltenden Normen, Sicherheitsvorschriften und gesetzlichen Grundlagen entscheidend. Erst wenn diese Anforderungen erfüllt sind, darf eine Tätigkeit als Fachkraft rechtssicher aufgenommen werden.

Genau hier setzt die Anpassungsqualifizierung an. 

Ziel ist es nicht, eine ganze Ausbildung zu wiederholen, sondern gezielt die Inhalte nachzuschulen, die anhand des Defizitbescheids erforderlich sind.

Durch die inhaltlichen Überschneidungen hinsichtlich der Gesetze und Normen innerhalb der Elektroberufe bietet diese Berufsgruppe ein großes Potential. 

Die betrieblichen Defizite, die sich durch unterschiedliche Berufserfahrung unterscheiden, können anschließend individuell in Form eines Praktikums direkt im Betrieb nachgeholt werden.

Mit unserem praxisnahen Ansatz unterstützen wir dabei, Fachkräfte gezielt zu qualifizieren und nachhaltig in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren.

Wir nehmen in den folgenden zwei Berufen Anpassungsqualifizierungen vor. Bei Interesse in einem anderen Ausbildungsberuf auszubilden, kontaktieren Sie uns gerne!

Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Diese Anpassungsqualifizierung befähigt, gleichartige, sich wiederholende elektrotechnische Tätigkeiten selbstständig und eigenverantwortlich durchzuführen. Vermittelt werden u.a. Grundlagen in Mess‑ und Analysetechniken sowie Kenntnisse zu gebäudetechnischen Anlagen.

Industrieelektriker/-in für Betriebstechnik

Mit dieser Anpassungsqualifizierung werden die Teilnehmenden befähigt, nach Abschluss gleichartige, sich wiederholende elektrotechnische Tätigkeiten selbstständig und eigenverantwortlich durchzuführen. Dazu zählen u.a. das Messen elektrischer Systeme sowie der Umgang mit elektronischen Komponenten und Anlagen.

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse – gemeinsam Perspektiven schaffen

Seit Januar 2024 engagiert sich das C1TT aktiv für die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und die nachhaltige Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen. An den Standorten Hannover, Northeim, Korbach, Berlin und Hamburg wurden bereits Informationsveranstaltungen und individuelle Beratungen durchgeführt, um Teilnehmende bei ihrem Weg in qualifizierte Beschäftigung zu unterstützen.

Im Fokus steht dabei das gemeinsame Ziel aller beteiligten Akteure: die bessere Integration in den Arbeitsmarkt durch enge Zusammenarbeit, praxisnahe Qualifizierungsangebote und passgenaue Begleitung. Insgesamt nahmen seit Projektstart über 200 Personen an den Veranstaltungen teil.

Ergänzend zu den Informationsformaten setzt das C1TT gezielt Qualifizierungen mit dem Ziel eines anerkannten Berufsabschlusses um. Dadurch eröffnen sich für die Teilnehmenden langfristige Beschäftigungsperspektiven – insbesondere für Berufsfelder, die dringend qualifizierte Fachkräfte suchen.

So entstehen nachhaltige Lösungen, von denen sowohl Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte als auch Unternehmen profitieren.

Interesse geweckt?

Mit dem C1TT die Fachkräfte von morgen qualifizieren?